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Fokussiertes Licht: Warum Kontrast wichtiger ist als Gleichmässigkeit

Fokussiertes Licht: Warum Kontrast wichtiger ist als Gleichmässigkeit


Kommt dir das bekannt vor? Ein Raum ist perfekt beleuchtet – gleichmässig, normgerecht und technisch einwandfrei. Und trotzdem wirkt er irgendwie … langweilig.​


Der Grund: Gleichmässigkeit ist der Feind von Spannung und Atmosphäre.

In unserer Folge von „FUN with RELUX“ beschäftigen wir uns ausführlich mit fokussiertem Licht – also dem gezielten Einsatz von Licht, um Objekte hervorzuheben, Akzente zu setzen und Räume wirklich erlebbar zu machen. Ob Retail, Museum, Kunstgalerie oder Fassadenbeleuchtung: Fokussiertes Licht folgt anderen Regeln als die klassische Arbeitsplatzbeleuchtung nach EN 12464.


Kontrast ist das Ziel – nicht das Problem


In der klassischen Lichtplanung lernen wir: Gleichmässigkeit ist gut. Eine hohe Gleichmässigkeit ist das Ziel.

Bei der Akzentbeleuchtung gilt genau das Gegenteil: Je höher der Kontrast, desto stärker die Wirkung. Hier gibt es keinen bestimmten DIN- oder EN-Wert, der eingehalten werden muss. Entscheidend ist der visuelle Eindruck. Die Frage lautet nicht: „Wie viele Lux?“, sondern: „Wie wirkt es?“


Shadown in ReluxDesktop


Was Schatten wirklich bewirken​


Ein bewusst platzierter Schatten ist kein Problem – sondern ein Gestaltungsmittel.

Schatten erzeugen Tiefe. Sie lassen flache Objekte dreidimensional erscheinen, verleihen Skulpturen Volumen und lenken den Blick des Betrachters. Kleine, stark gebündelte Lichtquellen – beispielsweise Spots mit einem Abstrahlwinkel von 2° – erzeugen harte Schatten und damit eine besonders starke dreidimensionale Wirkung.

Wer Schatten reduzieren möchte, kann mehrere Lichtrichtungen miteinander kombinieren. Seitliches Licht, Frontlicht und Gegenlicht überlagern sich und gleichen die jeweiligen Schatten teilweise aus. Gleichzeitig verliert das beleuchtete Objekt jedoch etwas von seiner Dreidimensionalität. Ein bewusster Kompromiss, der gezielt eingesetzt werden sollte.



Die Lichtrichtung bestimmt die Wirkung


Licht von vorne: klar, direkt und kontrastreich – kann jedoch flach wirken. Licht von der Seite: dreidimensional, plastisch und lebendig. Licht von hinten: geheimnisvoll und konturbetonend – ideal als Ergänzung. Licht von unten: ungewohnt und dramatisch – sollte gezielt und sparsam eingesetzt werden.

Die besten Ergebnisse entstehen fast immer durch eine Kombination verschiedener Lichtrichtungen. Dabei können die einzelnen Lichtquellen unterschiedlich gedimmt werden. Idealerweise wird die Feinabstimmung direkt vor Ort vorgenommen.



Gegen die Sonne hat künstliches Licht keine Chance


Ein wichtiger Punkt bei der Aussenbeleuchtung: Tageslicht und fokussierte Beleuchtung lassen sich nur schwer miteinander kombinieren. Die Sonne ist schlicht die stärkste Lichtquelle, die es gibt – kein künstliches Beleuchtungssystem kann mit ihr konkurrieren.

Fokussierte Aussenbeleuchtung entfaltet ihre Wirkung deshalb vor allem in der Dämmerung oder bei Nacht. Wer auch tagsüber sichtbare Lichtakzente setzen möchte, benötigt eine konsequente Strategie zur Abschirmung des natürlichen Lichts.



Fassaden und Aussenobjekte: RELUX in der Praxis


Als Highlight der Folge zeigen wir ein reales Planungsprojekt: die Aussenbeleuchtung von Schloss Neuschwanstein, geplant vom Ingenieurbüro Bamberger. Das vollständig in ReluxDesktop erstellte Modell zeigt eindrucksvoll, wie sich ein komplexes Gebäude mit gezielt eingesetzten Flutern und Strahlern inszenieren lässt.

Die gleichen Prinzipien, die für Innenräume gelten, lassen sich auch im Aussenbereich anwenden – allerdings kommt hier ein weiterer wichtiger Faktor hinzu: Lichtemissionen und Dark-Sky-Anforderungen. Störendes Licht beziehungsweise Obtrusive Light ist ein wichtiges Thema und sollte bei jeder Fassadenbeleuchtung von Anfang an in die Planung einbezogen werden.



Tools in Relux Desktop


Für alle, die fokussierte Beleuchtung selbst planen möchten, bietet ReluxDesktop verschiedene hilfreiche Funktionen:

  • Aiming Tool: Leuchten mit nur einem Klick im 3D-Modell direkt auf Zielpunkte ausrichten
  • Real-Time Rendering: Sofortiges visuelles Feedback zu Kontrasten, Schatten und der gesamten Lichtwirkung
  • Mirror Groups: Ideal für symmetrische Fassaden- und Aussenbeleuchtungen
  • False Color Display: Schneller Überblick über Beleuchtungsstärken und deren Verteilung

Selbst ausprobieren? Die Beispielprojekte aus dieser Folge stehen direkt in ReluxDesktop zur Verfügung. Gehe einfach zu: Hilfe → Beispielprojekte


Die vollständige Folge von FUN with RELUX findest du hier:



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Fokussiertes Licht: Warum Kontrast wichtiger ist als Gleichmässigkeit
RELUX Informatik AG, Salomé Stöckli 7. September 2026
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