Sensorplanung auf 4 Arten:
Das richtige Relux-Tool für den jeweiligen Einsatz wählen
Ein gut platzierter PIR-Sensor verwandelt eine Lichtinstallation in messbare Energieeinsparungen. Ein schlecht platzierter Sensor hingegen führt zu toten Winkeln, Fehlauslösungen und einer dauerhaft ungenutzten Investition.
Dadurch wird die Sensorplanung zu einem der wirkungsvollsten Schritte in einem modernen Lichtprojekt – und gleichzeitig zu einem der am meisten unterschätzten. „Sensorplanung“ kann je nach Projektphase sehr unterschiedliche Bedeutungen haben:
- Eine Machbarkeitsprüfung in einer frühen Ausschreibungsphase
- Die Auswahl des passenden Melders aus dem Katalog eines Herstellers
- Detaillierte 3D-Abdeckungsplanung mit Erfassungsbereichen
- Integration in einen vollständigen BIM-Workflow
RELUX bietet vier sich ergänzende Werkzeuge, die jeweils für eine dieser Aufgaben entwickelt wurden. Hier finden Sie einen praktischen Leitfaden zur Auswahl des passenden Tools.
1. SensCalc – für schnelle Machbarkeitsprüfungen und ROI-Berechnungen
Kostenlos, browserbasiert und ohne Installation. SensCalc ist der ideale Einstiegspunkt, wenn der Kunde die Frage stellt, auf die letztendlich jedes Verkaufsgespräch hinausläuft: Wie schnell amortisiert sich die Investition?
Sie definieren einen Raum (Geometrie, Nutzungsprofil gemäss EN 12464-1, installierte Lichtleistung gemäss SIA 387/4), filtern zertifizierte Sensoren nach GTIN, Marke oder Montageart, und SensCalc berechnet, wie viele Sensoren benötigt werden, wo sie platziert werden, welche Energieeinsparungen erzielt werden und wann sich die Installation amortisiert.
Das Ergebnis ist ein kundenfertiges PDF mit der empfohlenen Anzahl an Sensoren, deren Platzierung, den erzielten Energieeinsparungen, der Amortisationsberechnung sowie einer GTIN-Liste pro Sensor für die Bestellung – alles, was ein nicht-technischer Kunde in einem einzigen Dokument benötigt.
Am besten geeignet für: frühe Verkaufsgespräche, Unterstützung bei Ausschreibungen, schnelle Was-wäre-wenn-Szenarien sowie Kunden, die ein kompaktes ROI-Dokument auf einer Seite benötigen.
Nicht geeignet für: komplexe Geometrien, erweiterte Steuerungslogiken, detaillierte Lichtberechnungen oder BIM-Deliverables.
Ein wichtiger Punkt dabei: Nichts, was Sie in SensCalc erstellen, geht verloren. Projekte können als JSON exportiert werden (für Backup und erneuten Upload) oder als RECAD-Datei, die sich direkt in ReluxDesktop für eine vertiefte Planung öffnen lässt.
2. ReluxNet – für Sensorauswahl und Produktdaten
Bevor ein Sensor platziert werden kann, muss zunächst der passende ausgewählt werden. ReluxNet ist die Online-Datenbank, in der rund 1.000 zertifizierte PIR-Sensoren internationaler Hersteller neben einem umfangreichen Katalog an Leuchten verfügbar sind.
Sie können nach Montageart, Marke oder technischen Spezifikationen filtern und direkt auf Datenblätter, technische Zeichnungen sowie Montageanleitungen zugreifen. Die Dateien stehen in den Formaten zur Verfügung, die Ihre nachgelagerten Tools benötigen: ROLFz, RFA für Revit, DWG für AutoCAD, IES, Eulumdat und GLDF.
Am besten geeignet für: Produktrecherche, das Erstellen von Spezifikationen, den Vergleich von Optionen verschiedener Hersteller sowie den Export sauberer Produktdaten in andere Planungsumgebungen.
Nicht geeignet für: tatsächliche Abdeckungs- oder Energieeinsparungsberechnungen. ReluxNet ist der Katalog – nicht das Planungstool. Verwenden Sie es, um den passenden Sensor zu finden, und übergeben Sie ihn anschliessend an SensCalc, ReluxDesktop oder ReluxCAD.
3. ReluxDesktop - für die detaillierte Planung
Hier wird die Sensorplanung wirklich präzise. ReluxDesktop ist die einzige Desktop-Lichtplanungssoftware, die PIR-Sensoren mit vollständiger Visualisierung der Erfassungsbereiche in 2D und 3D plant:
🟦 Präsenz (blau) – kleine Bewegungen, z. B. eine Person, die an einem Schreibtisch arbeitet.
🟩 Radial (grün) – direkte Bewegung auf den Sensor zu.
🟨 Tangential (gelb) – Bewegung quer durch das Erfassungsfeld.
In Relux Dekstop
Sie sehen exakt, wo eine Abdeckung vorhanden ist, wo nicht und wie Hindernisse wie Säulen, Trennwände oder Balken diese beeinflussen. Platzieren Sie eine Säule im Raum, klicken Sie auf „Aktualisieren“, und die betroffenen Erfassungskegel werden automatisch um das Hindernis herum neu berechnet. Das lässt sich auf Papier nur sehr schwer zuverlässig darstellen.
Hinzu kommen: komplexe Geometrien, mehrstöckige Projekte, Industriehallen, Aussenbereiche, die Integration von Tageslichtsimulationen, Lichtberechnungen nach nationalen und internationalen Normen sowie ein neu gestaltetes Notlichtmodul – alles in einem einzigen Modell und dank der Unterstützung der Relux-Mitglieder kostenlos verfügbar.
Am besten geeignet für: Licht- und Elektroplaner mit Fokus auf detaillierte Planung; Projekte, bei denen die Geometrie nicht einfach rechteckig ist; sowie alle Anwendungen, bei denen Sensorlogik mit dem Nachweis der Beleuchtungsanforderungen gemäss EN 12464-1 kombiniert werden muss.
Nicht geeignet für: schnelle ROI-Gespräche mit nicht-technischen Kunden (dafür SensCalc verwenden) oder Projekte, die bereits in Revit umgesetzt werden (dafür ReluxCAD für Revit verwenden).
4. ReluxCAD for Revit - für BIM workflows
Für Elektroplaner, die mit Autodesk Revit arbeiten, bringt ReluxCAD für Revit die Berechnungsengine und Sensorlogik von Relux direkt in die native BIM-Umgebung.
Das Add-on:
- Importiert RFA-, IES-, ROLFz- und GLDF-Dateien und passt Leuchtenfamilien an die aktuelle Revit-Version an.
- Berechnet nach EN 12464-1:2021 und EN 1838 (Notbeleuchtung).
- Plant PIR-Sensoren dank der Beteiligung von Relux an SensNorm und CECAPI.
- Platziert Sensoren automatisch – derselbe Platzierungsalgorithmus wie in SensCalc, jetzt direkt in Revit verfügbar.
- Visualisiert sämtliche Erfassungsbereiche direkt im Revit-Modell – Präsenz-, Radial- und Tangentialzonen werden auf der tatsächlichen Gebäudegeometrie dargestellt.
- Kommuniziert bidirektional mit ReluxDesktop, sodass Projekte ohne Datenverlust zwischen beiden Anwendungen ausgetauscht werden können.
Ein wichtiger Punkt, der ausdrücklich erwähnt werden sollte: Sensoren erscheinen in Revit überhaupt erst durch ReluxCAD für Revit. Es gibt keine native Revit-Familie, die diese Funktionen bietet – erst das Add-on macht die Sensorplanung innerhalb eines BIM-Modells möglich.
Die bidirektionale Verbindung mit ReluxDesktop ist die stille, aber entscheidende Funktion: Ein komplexes Sensorszenario kann in ReluxDesktop erstellt und zurück nach Revit übertragen werden – oder umgekehrt – ganz ohne das Modell neu aufbauen zu müssen.
Am besten geeignet für: BIM-Projekte, Elektroplaner, die hauptsächlich in Revit arbeiten, sowie alle, die koordinierte Modelle an Generalunternehmer oder Architekten liefern.
Nicht geeignet für: schnelle, eigenständige Raumstudien – der Aufwand von Revit lohnt sich für einen einzelnen Raum meist nicht (hier empfiehlt sich der Einstieg mit SensCalc oder ReluxDesktop).
Ein Ökosystem, eine Datenquelle
Der Grund, warum diese vier Tools nahtlos zusammenarbeiten, liegt darin, dass sie alle auf derselben ReluxNet-Datenbank sowie auf SensXML basieren – dem Datenformat, das Relux verwendet, um Sensoren und deren Erfassungsverhalten standardisiert und herstellerunabhängig zu beschreiben. Ein Sensor, der in SensCalc ausgewählt wird, besitzt dieselbe GTIN, dieselben zertifizierten Herstellerdaten und dasselbe Erfassungsmodell wie der Sensor, der in ReluxDesktop platziert oder über ReluxCAD in Revit übernommen wird.
Ein in SensCalc gestartetes Projekt kann als RECAD exportiert und in ReluxDesktop weitergeführt werden. Eine Leuchtenfamilie aus ReluxNet lässt sich direkt in Revit integrieren.
Ein Detail, das für Ihre Ausschreibungs-Shortlists relevant sein kann: Stand heute ist Relux die einzige Planungsumgebung, in der Sensoren tatsächlich abgebildet und geplant werden können. Wenn die Sensorabdeckung Teil Ihres Deliverables ist, führt der Workflow über Relux – in konkurrierenden Tools gibt es derzeit keinen gleichwertigen Ansatz.
Der Mehrwert liegt nicht in vier separaten Anwendungen. Er liegt in einem einzigen Workflow mit vier Einstiegspunkten – gewählt je nachdem, was das Projekt an diesem Tag benötigt: ein schnelles Verkaufsgespräch, einen Produktvergleich, eine detaillierte Abdeckungsanalyse oder ein koordiniertes BIM-Deliverable.
Wo anfangen?
- Noch nie mit Sensoren geplant? Öffnen Sie SensCalc für einen kleinen Raum. In zehn Minuten erhalten Sie bereits eine Amortisationsberechnung.
- Sie suchen einen bestimmten Sensor oder das passende Datenblatt? Durchsuchen Sie ReluxNet – filtern Sie nach Montageart, Marke oder Spezifikation und übernehmen Sie die benötigten Dateien direkt in Ihre CAD-Umgebung.
- Sie arbeiten bereits mit ReluxDesktop? Öffnen Sie in Ihrem nächsten Projekt die Sensorliste und aktivieren Sie die Erfassungsbereiche. Das wird die Art verändern, wie Sie Sensoren platzieren.
- Sie arbeiten in Revit? ReluxCAD für Revit ist die fehlende Verbindung zwischen Ihrem Modell und einer normgerechten Licht- und Sensorplanung.
Alle vier Tools sind zugänglich über
Download ReluxDesktop
Aktualisieren Sie auf die neueste Version von ReluxDesktop oder laden Sie diese herunter, um von den neuesten Funktionen wie ReluxSport zu profitieren.
Download
